Das Einbrennen von Gusseisen-Kochgeschirr vor dem ersten Gebrauch
Vor der ersten Nutzung von Gusseisen-Kochgeschirr ist es besonders wichtig, einige grundlegende Schritte zu befolgen.
Durch das richtige Einbrennen stellen Sie sicher, dass Ihr Topf oder Ihre Pfanne langlebig bleibt, eine natürliche Antihaft-Oberfläche erhält
und in Zukunft leichter zu reinigen ist. Im Folgenden erklären wir den gesamten Prozess Schritt für Schritt.
Vorbereitung
Gusseisen gründlich reinigen
Waschen Sie das Gusseisen-Kochgeschirr zunächst gründlich mit warmem Wasser und einem milden Spülmittel.
Reinigen Sie die Oberfläche vorsichtig mit einem nicht scheuernden Schwamm, um Produktionsrückstände oder Verschmutzungen zu entfernen.
Spülen Sie das Kochgeschirr anschließend mit klarem, warmem Wasser ab.
Vollständig trocknen
Trocknen Sie das Kochgeschirr sorgfältig mit einem sauberen Küchentuch oder Küchenpapier ab.
Stellen Sie es danach für 5–10 Minuten bei niedriger Hitze auf den Herd, damit auch die letzten Feuchtigkeitsreste verdampfen.
So verhindern Sie Rostbildung. Achtung: Das Gusseisen wird dabei bereits sehr heiß!
Das Einbrennen von Gusseisen
Das richtige Fett auswählen
Zum Einbrennen eignen sich hitzestabile Fette und Öle wie Pflanzenöl, Rapsöl, Kokosöl, Leinöl oder auch Schmalz.
Diese Fette polymerisieren bei hohen Temperaturen besonders gut und bilden eine stabile Schutzschicht.
Gusseisen einölen
Tragen Sie eine sehr dünne Schicht des gewählten Fetts auf die gesamte Innen- und Außenseite des Kochgeschirrs auf.
Verwenden Sie dazu Küchenpapier oder ein weiches Tuch. Das Fett darf nicht tropfen, aber auch keine trockenen Stellen hinterlassen.
Im Backofen einbrennen
Heizen Sie den Backofen auf 230–260 °C vor. Stellen Sie das Kochgeschirr kopfüber auf den Backofenrost.
Legen Sie ein Backblech oder Alufolie darunter, um überschüssiges Fett aufzufangen.
Lassen Sie das Gusseisen für 1 Stunde im Ofen.
Langsam abkühlen lassen
Schalten Sie den Backofen nach einer Stunde aus und lassen Sie das Kochgeschirr vollständig im Ofen abkühlen,
bis es Raumtemperatur erreicht hat. Dieser Schritt ist sehr wichtig, da schnelle Temperaturwechsel die neue Schutzschicht beschädigen können.
Vorgang wiederholen (optional)
Für optimale Ergebnisse kann der Einbrennvorgang ein- bis zweimal wiederholt werden.
Dadurch wird die Schutzschicht dicker, widerstandsfähiger und sorgt für eine noch bessere Antihaft-Wirkung.
Warum ist das Einbrennen notwendig?
- Gusseisen ist porös - beim Einbrennen zieht das Fett in die Poren ein und bildet eine natürliche Antihaft-Schicht.
- Es schützt das Kochgeschirr vor Rost und verlängert die Lebensdauer erheblich.
- Die Reinigung und Pflege werden langfristig deutlich einfacher.
Wie oft sollte man Gusseisen einbrennen?
- Bei neuem Kochgeschirr unbedingt vor dem ersten Gebrauch.
- Wenn Speisen wieder anhaften, Rost entsteht oder graue Stellen sichtbar werden.
- Bei regelmäßiger Nutzung empfiehlt sich ein erneutes Einbrennen alle paar Monate.
Häufige Fehler beim Einbrennen
- Zu viel Öl: Eine dicke Fettschicht führt zu einer klebrigen Oberfläche.
- Zu niedrige Temperatur: Das Fett polymerisiert nicht richtig, die Schutzschicht bleibt schwach.
- Zu kurze Backzeit: Die Schicht wird nicht gleichmäßig und nicht stabil genug.
- Plötzliche Abkühlung: Kaltes Wasser auf heißem Gusseisen kann die Beschichtung zerstören.
Alternative Einbrennmethoden
- Auf dem Herd: Bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen, bis das Fett leicht raucht, dann langsam abkühlen lassen.
- Im Grill oder Holzofen: Besonders geeignet, wenn der Backofen zu klein ist.
Richtige Lagerung von eingebranntem Gusseisen
- Lagern Sie das Kochgeschirr stets vollständig trocken.
- Bei längerer Nichtbenutzung empfiehlt sich eine dünne Ölschicht.
- Wenn ein Deckel vorhanden ist, legen Sie ein Küchentuch oder Küchenpapier dazwischen, damit Luft zirkulieren kann und keine Feuchtigkeit entsteht.